Alle Wärmepumpen
Elektrische und hydraulische Anschlüsse, Dichtheit des Kältekreises, Filter, Pumpen und Systemdruck.
Eine Wärmepumpe läuft leise im Hintergrund, bis sie es nicht mehr tut. Regelmäßige Wartung hält die Effizienz hoch, hilft, Garantieansprüche zu sichern, und deckt kleine Fehler auf, bevor sie im Winter teuer werden. Hier lesen Sie, wie oft gewartet wird, was dazugehört und was es kostet. Auf Wunsch melden sich bis zu drei Servicebetriebe aus Ihrer Region.
Die Wartung einer Wärmepumpe umfasst die Prüfung von elektrischen und hydraulischen Anschlüssen, Kältekreis, Filtern, Pumpen und Systemdruck. Bosch Österreich empfiehlt je nach Typ alle 1 bis 3 Jahre eine Wartung, im Schnitt kostet sie rund € 300 pro Jahr.
Anders als ein Öl- oder Gaskessel verbrennt eine Wärmepumpe nichts. Es gibt keinen Ruß, keinen Brenner und keine Abgase. Trotzdem altert die Anlage: Filter setzen sich zu, der Druck im Heizkreis sinkt langsam, Laub verstopft den Luftweg und der Kondensatablauf kann vereisen. Keiner dieser Fehler legt die Heizung sofort lahm. Gemeinsam ist ihnen, dass die Wärmepumpe mehr Strom für dieselbe Wärme braucht.
Wie stark das ins Geld geht, zeigt eine Zahl von klimaaktiv: Zwischen einer Jahresarbeitszahl von 3 und einer von 4 liegt rund ein Viertel der Stromkosten. Umgekehrt kostet eine schleichend schlechter werdende Anlage jedes Jahr Geld, ohne dass es jemand merkt. Eine gute Wartung wertet deshalb auch Verbrauchsdaten aus.
Der Grundumfang ist bei allen Bauarten gleich. Je nach Wärmequelle kommen eigene Punkte dazu.
Elektrische und hydraulische Anschlüsse, Dichtheit des Kältekreises, Filter, Pumpen und Systemdruck.
Luftein- und Luftauslass am Außengerät, Kondensatwanne und Kondensatablauf.
Frostschutz der Sole im Erdwärmekreis.
Gegebenenfalls der Wasserstand im Brunnen, je nach Bundesland.
Prüfumfang laut Bosch Österreich. Der Wartungsvertrag eines österreichischen Herstellers nennt zusätzlich die Auswertung der Jahresarbeitszahl und die Reinigung des Verdampfers.
Eine einheitliche Regel für alle Geräte gibt es nicht. Bosch Österreich nennt je nach Typ ein bis drei Jahre und rät im Zweifel zur jährlichen Wartung. Der Wartungsvertrag des österreichischen Herstellers SOLARFOCUS sieht alle zwei Jahre einen Termin vor. Welcher Rhythmus für Ihr Gerät gilt, steht in Anleitung und Garantiebedingungen.
Manche Hersteller verlängern die Garantie nur, wenn regelmäßig gewartet wird. Bei SOLARFOCUS etwa gibt es mit Wartungsvertrag 5 bzw. 7 Jahre Garantie. Abschließen muss man ihn innerhalb eines halben Jahres ab Inbetriebnahme, und wer kündigt, verliert die Verlängerung. Bei anderen Herstellern gelten andere Regeln, daher lohnt ein Blick in die Unterlagen gleich nach dem Einbau.
Periodische Dichtheitskontrollen schreibt die EU erst vor, wenn die Füllung 5 Tonnen CO2-Äquivalent erreicht; für hermetisch geschlossene, gekennzeichnete Geräte liegt die Grenze bei 10 Tonnen. Laut Bosch Österreich erreichen Anlagen in Privathaushalten diese Schwellen selten. Details und ein Rechenbeispiel stehen auf der Seite Wartung Wärmepumpe: Pflicht in Österreich?
Sie nennen Gerät und Anliegen, Servicebetriebe aus Ihrer Region melden sich mit Termin und Preis.
Bauart, Hersteller laut Typenschild, Alter der Anlage und Postleitzahl angeben.
Sind Sie einverstanden, erhalten passende Betriebe in Ihrer Umgebung die Anfrage.
Der Techniker prüft die Anlage, liest Daten aus und dokumentiert die Wartung.
Leistungsumfang, Preis, Anfahrt und Störungsdienst vergleichen und selbst entscheiden.
Die Empfehlungen reichen von jährlich bis alle drei Jahre: Bosch Österreich spricht je nach Bauart von ein bis drei Jahren und rät in den FAQ zu einem jährlichen Termin, der österreichische Hersteller SOLARFOCUS plant im Wartungsvertrag alle zwei Jahre ein. Maßgeblich sind Bedienungsanleitung und Garantiebedingungen Ihres Geräts.
Einen Teil ja: Außengerät freihalten, Anlagendruck ablesen, Fehlermeldungen notieren und Verbrauch beobachten. Arbeiten am Kältekreis sind zertifiziertem Personal vorbehalten, Elektrik gehört zum Elektrotechniker. Was Sie selbst erledigen können, steht in unserer Checkliste.
Eine allgemeine Wartungspflicht nennen unsere Quellen nicht. Die EU-F-Gase-Verordnung verlangt periodische Dichtheitskontrollen nur für größere Füllmengen fluorierter Kältemittel (ab 5 t CO2-Äquivalent, hermetische und gekennzeichnete Geräte ab 10 t), was Einfamilienhaus-Anlagen laut Bosch Österreich selten betrifft. Verbindlicher ist für viele die Garantie, die der Hersteller an eine regelmäßige Wartung knüpfen kann.
Als Durchschnitt gibt Bosch Österreich etwa € 300 jährlich an. Für Grundwasser-Wärmepumpen rechnet klimaaktiv mit 2 bis 3 % der Investition pro Jahr für Wartung und Instandhaltung, inklusive Brunnen. Eine unabhängige österreichweite Preisübersicht gibt es nicht (Stand Oktober 2026).
Vor allem dann, wenn der Hersteller die Garantie damit verlängert. Ein Beispiel ist SOLARFOCUS: Dort bringt der Wartungsvertrag 5 bzw. 7 Jahre Garantie, sofern er in den ersten 6 Monaten nach der Inbetriebnahme unterschrieben wird. Solche Bedingungen sind je Hersteller verschieden.
Nein. Wir erklären, worauf es bei der Wartung ankommt, und reichen Ihre Anfrage, sofern Sie einverstanden sind, an höchstens drei Servicebetriebe in Ihrer Gegend weiter. Die Wartung selbst und die Verantwortung dafür liegen beim Betrieb, den Sie beauftragen.
Nennen Sie Bauart, Hersteller und Alter der Anlage. Bis zu drei Servicebetriebe aus Ihrer Region melden sich mit Termin und Preis. Kostenlos und unverbindlich.